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inamo heft 82, Jihadismus, Salafismus, Terrorismus

INAMO Heft 82
»Jihadismus, Salafismus, Terrorismus«

Sommer 2015, 21. Jahrgang
74 Seiten, € 5,50

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«Game Over»

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»Jihadismus, Salafismus, Terrorismus«

INAMO Heft 82, Sommer 2015, 21. Jahrgang

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Nachrichtenticker

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Israel: „Händewaschende Performance“

Auch Politiker und die israelische Elite haben den Mord an dem 18 Monate alten palästinensischen Baby, Ali Dawabsha, in Duma (besetzte Gebiete) wortstark verurteilt. Für denjenigen, der die weitverbreiteten Hasstiraden, die in vielen Stadtteilen der israelisch jüdischen Gesellschaft zu hören sind, verfolgt hat, sind die jetzigen starken Platitüden nicht nur nicht überzeugend, sie sind eine „Hände waschende Performance“ nur für die Außenwelt gedacht. Es ist schwierig ein einziges israelisches Kabinettmitglied zu finden, das keine rassistische Gewalt gegen Palästinenser unterstützt und ermutigt. Diese Art von Hetze kommt auch dann zu tragen, wenn Wahlen in Sicht sind. Ali wurde Freitagfrüh mitten in der Nacht getötet, als Personen – Zeugen haben bestätigt, dass sie in Richtung der Siedlung Maaleh Efraim geflüchtet sind, nachdem sie die Scheiben des Hauses der Familie zerstört haben und drei Molotovcocktails und entflammbare Flüssigkeit hineingeworfen haben. Alis Eltern und der 4 jährige Bruder haben knapp den Angriff überlebt – jetzt kämpfen sie um ihre Leben mit Brandwunden fast am ganzen Körper. Die Autopsie ergab, dass Alis Körper vollständig schwarz war, die Gesichtszüge waren weg, Teil seiner Extremitäten aufgelöst vom Brand, Teile der Lunge zerstört. Dies berichtete die palästinensische Agentur Ma’an News Agency. Die Angreifer sprayten den Davidstern und die hebräischen Worte für Rache und „Lang lebe König Messias“ auf die Mauern und auf ein Nachbarschaftshaus, das sie ebenfalls anzündeten, dabei gab es keine Verletze. Aber auch die israelische Armee hat keinerlei Skrupel im Umgang mit Häuserzerstörungen. Im Gazakrieg 2014 zerstörte sie 25 000 Häuser, tötete ganze Familien, die darin Schutz suchten. Darunter waren 19 Babies, 108 Vorschulkinder zwischen 1 und 5 Jahren (nach einer Untersuchung von AP). Der... mehr lesen

Palästina/Israel: Das Golddog Pet Hotel und Umm al-Hiran

Im Negev wurde das 1. Tierhotel eröffnet. Nun haben auch Hunde Eintritt in das Tierhotel, das nicht weit entfernt von dem Beduinendorf Umm al-Hiran errichtet wurde. Man sagt, dass die Hunde es besser haben als die Beduinen. Im Golddog pet hotel stehen jedem Hund 12 Quadratmeter zur Verfügung, Mahlzeiten werden zur Verfügung gestellt. Es gibt auch einen Friedhof für Tiere. Die palästinensischen Beduinen haben zusammen mit israelischen Aktivisten eine Kampagne zur Rettung von Umm Al-Hiran gestartet, das zerstört werden soll um Platz zu schaffen für eine jüdische Siedlung. Der Oberste Israelische Gerichtshof hat im Mai, für diesen Plan grünes Licht gegeben. In der Negev-Region leben 10 Tausende palästinensischer Beduinen in „nicht anerkannten Dörfern“. Bei diesem Status gibt es keinen Anspruch auf Elektrizität, Wasser, Bildung u.a. Die palästinensische NGO Adalah hat festgestellt, dass das israelische Militär 1956 die Beduinen aus ihrem Heimatdorf Khirbet Zubaleh vertrieben hat, aber trotzdem werden sie jetzt vom Gerichtshof als illegale Bewohner eingestuft. Und somit ist ihre Niederlassung Umm al-Hiran illegal (weil auf Staatsland errichtet) und sie „dürfen“ vertrieben werden. Dazu Adalah: „Das Gericht ignoriert die politischen, sozialen und historischen Wurzeln der Beduinen zu diesem Land“. (24.08.2016 electronic... mehr lesen

Mariem Hassan verstorben

Bereits am Samstag, dem 22. August ist Mariem Hassan im Kreise ihrer Familie im Flüchtlingslager Smara verstorben. Von uns hatte sie sich bereits am 06. August aus Europa verabschiedet: Sie wusste, dass sie gegen den Knochenkrebs nicht ankam. El Pais nannte sie die „große Dame der saharauischen Haulmusik“. Sie wird uns mit ihrer kraftvollen Stimme in Erinnerung bleiben! Von Hannes Hansen (Algerien): „Eine raue, eine kraftvolle Stimme, heiß wie der Wüstensand, in dem Mariem Hassan mit ihrer Familie viele Jahre lebte. Aus ihren Liedern klingt der Gluthauch der Sahara, klingen Klage, Trauer und Trotz. Die am 22. August im spanischen Exil mit siebenundfünfzig Jahren Verstorbene sang für und von den Saharauis, einem Volk, das in der südalgerischen Wüste in Zeltlagern Zuflucht gefunden hat vor den marokkanischen Besetzern seines Landes, der ehemaligen spanischen Kolonie... mehr lesen
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INAMO ist eine deutschsprachige Fachzeitschrift zu Politik und Gesellschaft des Nahen und Mittleren Ostens. Die Autorinnen und Autoren in INAMO sind renommierte Wissenschaftler/-innen, Journalisten/-innen und Aktivisten/-innen. Zu unseren Lesern und Abonnenten zählen neben Fachleuten, Journalisten und interessierten Laien auch zahlreiche NGOs aus den Bereichen Menschenrechte, Asyl und EZ, sowie Institute und Bibliotheken im In- und Ausland.

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