Nachrichtenticker
Die größte Bank Afghanistans steht vor dem Zusammenbruch
02.09.2010
Junge Welt. (Leukefeld) Die schlechten Nachrichten für das Regime in Afghanistan häufen sich. So starben allein am letzten Tag des gerade zu Ende gegangenen Monats zwölf NATO-Soldaten. Wirtschaftlich droht dem gebeutelten Land nun der Kollaps seines in den Kinderschuhen steckenden Finanzsystems, trotz westlicher Milliardenhilfen. Am Dienstag wurde bekannt, daß die größte Privatbank in Afghanistan, die »Kabul Bank«, vor dem Zusammenbruch steht. Die Bosse der Bank, Sherkhan Farnood und Khalilullah Frozi, beide Schützlinge des von Korruptionsanschuldigungen geplagten afghanischen Präsident en Hamid Karsai, haben inzwischen fluchtartig ihre Posten geräumt. Im Rahmen der von den USA und den EU-Ländern betriebenen Kampagne gegen die Korruption hatte die Zentralbank herausgefunden, dass die Kabul Bank mit dubiosen Finanzbeteiligungen im globalen Kasino und durch krumme Geschäfte riesige Schulden angehäuft hat, die die Aktiva der Bank um Hunderte von Millionen Dollar übersteigen.
Die westliche Antikorruptionskampagne richtet sich hauptsächlich gegen den inneren K reis der Berater und politischen Stützen K arsais, u.a. gegen zwölf Mitglieder seines Kabinetts. Offensichtlich will der Westen dem zunehmend unbotmäßig gewordenen P räsident en die Unterstützung entziehen, um ihn wieder in Reih und Glied zu zwingen. Noch letztes Wochenende hatte Karsai gegenüber dem Präsident en des deutschen Bundestags, Norbert Lammert (CDU), bei dessen Besuch in Kabul eine »neue Strategie« für den Krieg gefordert, weil die aktuelle hauptsächlich Zivilisten töte und damit die Taliban nur noch zusätzlich stärke. Bisher ist es Karsai durch Einsatz seiner präsidialen Befugnisse gelungen, die Antikorruptionskampagne gegen seine Freunde und Unterstützer weitgehend zu blockieren.
Bei der Aktion gegen die Chefs der Kabul Bank, hinter der nach einem Bericht der New York Times vom Mittwoch US-amerikanische Experten und »Diplomaten« stecken, dürfte es sich um eine Eskalation der von Washington gegen Karsai ins Feld geführten Maßnahmen handeln. Allerdings könnte dieser Schuß auch nach hinten losgehen, denn inzwischen wächst die Befürchtung, daß die aufgeschreckte afghanische Mittelschicht nicht nur die Kabul Bank, sondern alle Banken stürmen könnte, um ihre Guthaben zu retten. Auf diese Weise würde das Vertrauen in das vom Westen mit viel Mühe aufgebaute moderne Finanzsystem innerhalb weniger Tage zerstört. Für die Invasoren ist nur noch die Lage an der militärischen Front schlimmer....
Eine weitere Verjagung von Beduinen steht an
01.09.2010
Ma´an News Agency. JERICHO - Die israelischen BEhörden stellten Bescheinigungen aus, in denen die Beduinenfamilien, die in Zelten und und Unterkünften auf dem Land zwischen Jericho und Jerusalem leben, aufgefordert werden, das Gebiet bis Juni 2011 zu verlasssen. Ahmad Ka'abna, der selbst eine Order bekommen hatte, sagte, dass 600 Haushalte (bei Durchführung der Ordner) fürchten evakuiert zu werden. Die Beduinen leben seit einem halben Jahrhundert auf diesem Land.
Israel: "Captain R" freigesprochen, obwohl er aus kurzer Entfernung sein Magazin auf ein Mädchen entleerte
01.09.2010
http://www.guardian.co.uk/world/2005/nov/16/israel2?CMP=twt_gu Ein israelischer Offizier, der das gesamte Magazin seines automatischen GEwehres auf ein 13 jähriges Mädchen feuerte und anschließend noch sagte, dass er dasselbe gemacht hätte, wenn dies ein dreijähriges Mädchen gewesen wäre, wurde heute von allen Anschuldigungen voneinem Militärgericht freigesprochen. Der Soldat ist nur bekannt als „Captain R". Als das erste Mal auf das Mädchen geschossen wurde, ließ sie ihren Schulranzen fallen, der dann durchschossen wurde (dann war man sich sicher, dass keine Bombe drin war). Zu diesem Zeitpunkt rannte sie weg. Palästinensische Zeugen sagten aus, dass der Soldat Iman zweimal in den Kopf schuss, weg ging und sich dann umdrehte und sein Magazin in den Körper des Mädchens entleerte. Captain R erklärte das Schießen: „Alles was sich in der Sicherheitszone bewegt, selbst wenn es drei Jahre alt ist, muss getötet werden." Der Soldat, der angeblich gesehen hatte, dass Capt R den Gewehrlauf auf den Körper des Mädchens gerichtet hatte, sagte vor GERicht, dass er die Story erfunden hätte. Dr. Mohammed al-Hams, der den Körper des Mädchens untersucht hatte, sagte: „Sie hat mindestens 17 Kugeln in den verschiedensten Körperteilen. Im Kopf hatte sie drei Kugeln. Der Captain hätte nicht unethisch gehandelt, so die Armee. Der Artikel vom Guardian ist vom November 2005. Er wurde am 1. September 2010 noch einmal mit einem Zusatz veröffentlicht, weil inzwischen die Funkgespräche freigegeben wurden: This article was amended on 1 September 2010, to make explicit that the opening watchtower conversation is between three participants.