Jordanien: Meldungen

Raouf and Zaher: A social queen, but effective?

22.09.09// By Yasmin Zaher and Saned Raouf http://www.yaledailynews.com/opinion/guest-columns/2009/09/22/raouf-and-zaher-social-queen-effective/.Guest Columnist. Recently known as the queen of social media, Rania al-Abdallah has become a household name. Her eloquence and education, as well as her position, have garnered her worldwide attention and the 76th spot on Forbes’s list of the world’s 100 most influential woman. She is due to give a speech this afternoon at Sprague Hall. It is important for us to set aside the excitement of her speech and understand the pietism with which she delivers her words. Queen Rania aims to use social media outlets, such as Twitter and YouTube, to break stereotypes about Arabs and Muslims “one by one,” as she has said, to Western audiences. She asks her viewers to send in stereotypes for her to debunk. Many of her replies, however, have been mere regurgitation of facts found in post-9/11 Western media. In a recent interview with Wolf Blitzer, she adopted an apologetic tone by pointing out that gender disparity in education is embedded in a culture and tradition that does not conform to Western ideals. Aside from herself stereotyping Arab culture, she failed to acknowledge the many positive aspects of Arab and Muslim culture. This culture and religion has granted its followers a positive path of its own. In one video on her YouTube channel, the queen embarks on a journey to create a Jordanian superhero for Arab kids, a concept foreign to them. It is an inevitable educational failure through which these kids will grow up idealizing another culture in favor of theirs. In addition, Her Majesty fails to acknowledge that the main obstacle to development — specifically the education and employment for which she so strongly advocates — is due to lack of awareness and poverty. So perhaps instead of breaking stereotypes on YouTube channels whose access in Jordan is restricted to certain classes, she could direct her efforts to change the negative trends rampant in her country through media outlets available to virtually everyone, such as Jordan TV. In addition, by using WatWet and Ikbis, Jordanian media platforms similar to Twitter and Youtube, she would support a regional platform, while taking it global to international audiences. Consequently, she would start a true dialogue in two languages, between two worlds, on one platform. When Blitzer asked about teachings encouraging hatred of the West, specifically Israel, in madrasas (the Arab name for school which in the West is often misinterpreted as a school of fundamentalist training), she clarified the use of the term but digressed to talk about an educational initiative. If this lip service of hers is directed at a Western audience, then she should perhaps elaborate on the topic rather than digress in fear of an explanation not pleasing her Western peers. Her Majesty avoids touching topics of human rights abuse — including accusations of terrorist suspects being tortured, laws clamping public dissent and arrests without trial of government critics. It seems that clinging to social media outlets is an attempt to mask criticism of an intolerant monarchy. Queen Rania talks passionately about freedom of speech and equal rights, takes pride in “putting herself out there” for viewers’ questions, but remains utterly silent about the many problems in her country. Jordan has become a home to over 2.5 million Palestinians and, following the Iraqi refugee crisis, also a home to a number of Iraqis whose official number has not been disclosed by the Jordanian government. Both groups, comprising over half the Jordanian population, have been systematically discriminated against over the years. Yet no effort has been made by Her Majesty, who is of Palestinian origin, to address this grave issue, which has been hindering development in her country. Moreover, during the Gaza conflict last December and January, her response was another simple video on her channel denouncing the human right violations. @QueenRania: we appreciate your efforts and dedication to your causes. We believe that much more can be done with your influence and power. We also realize that receiving half a billion dollars of aid from the United States has its price. Saned Raouf is a senior in Berkeley College, and Yasmin Zaher is a sophomore in Saybrook College .

Immobilienkauf in Jordanien?

21.07.09// al-Quds al-Arabi. Der Präsident des „Israel Land Fund“, Arieh Kenag gegenüber AFP: Seine Organisation hätte die Absicht mit Hilfe von europäischen Juden Dutzende von Immobilien/Grundstücke in Jordanien zu kaufen. Sie hätten schon Dutzende palästinensische Häuser in der Westbank und in Ostjerusalem gekauft. Die Häuser, die sie jetzt kaufen wollten, wären früher mamlukischer Besitz gewesen. Tausende von jüdischen Besitztümern, die sie in Jordanien kaufen wollten wären aus der osmanischen Zeit und der britischen Mandatszeit. Wir haben Papiere dazu. Kenag: „Wir wollen Juden aus Europa überzeugenh, die Immobilien in Jordanien zu kaufen.“ Der jordanische Staat hätte es Israelis verboten, in Jordanien Eigentum zu erwerben. Aber gibt zu, dass es bei diesem Plan zu Spannungen zwischen Israel und Jordanien kommen könne.

Demo gegen israelische Produkte

07.07.09// Jerusalem Post. “Ungefähr 45 Demonstraten hatten vor dem Ministerium für Landwirtschaft in Amman eine Auseinandersetzung mit der jordanischen Polizei. Sie forderten eine Ende des Imports israelischer Früchte und Gemüse. Es gab Verhaftungen und Verletzte. Die jordanischen Behörden sagten, dass von den jährlich importierten 3600 Tonnen landwirtschaftlicher Produkte, keine in Westbank-Siedlungen wachsen würden.

Mit einer Botschaft im Land laesst sich besser spionieren

24.06.09// Monstersandcritics.com Israel versucht zu verhindern, dass Jordanien an Nukleartechnik herankommt. Israelische Agenten verfolgen jede Bewegung des Präsidenten der jordanischen Atomic Energy Commission (JAEC), Khalid Touqan, und seine Diskussionen mit Verantwortlichen in anderen Staaten. Diese Länder wurden dann aufgefordert keinen Vertrag mit Jordanien zu unterzeichnen. Der israelische Botschafter in Jordanien verletzt alle diplomatischen Konventionen, wenn er versucht ausländische Botschafter in Jordanien aufzufordern das Unterzeichnen eines Vertrags zur nuklearen Kooperation zu blockieren.

Amman protestiert bei Israels Botschafter

28.05.09// NZZ. „Der Vorschlag eines israelischen Abgeordneten der rechtsnationalen Opposition, Jordanien zum Palästinenserstaat zu erklären und Palästinensern die jordanische Staatsbürgerschaft zu verleihen, droht das ohnehin schon heikle Verhältnis zwischen Amman und Jerusalem weiter zu trüben. Mit allen Mitteln versuchte Israel am Mittwoch, einen drohenden diplomatischen Konflikt mit dem Nachbarland Jordanien abzuwenden. Im Rahmen einer von einer Likudabgeordneten organisierten Konferenz in der Knesset über Alternativen zur Zweistaatenlösung für das Palästinaproblem hatte der Parlamentarier Arieh Eldad von der oppositionellen Nationalen Union vorgeschlagen, die palästinensischen Bevölkerungszentren des Westjordanlandes an Jordanien abzutreten und den Palästinensern die jordanische Staatsbürgerschaft zu verleihen, da Jordanien «im Wesentlichen der palästinensische Staat» sei. …An der genannten Konferenz in der Knesset zogen nicht nur rechtsnationale Abgeordnete gegen die Zweistaatenlösung ins Feld. Moshe Yaalon (Likud), Minister für strategische Angelegenheiten und ehemaliger Generalstabschef, etwa erklärte, Friedenspläne der Vergangenheit, die Israel aufgefordert hätten, den Palästinensern erobertes Land abzutreten, seien gescheitert. «Westliches Denken erweist sich als gefährlich und irrelevant für diese Region», betonte Yaalon, der Israel aufforderte, die Suche nach einer sofortigen Lösung des Palästinenserkonflikts aufzugeben. Anlässlich des israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 hätten die Palästinenser eine «goldene Gelegenheit» verpasst, der Welt zu beweisen, dass ein Ende der Besetzung zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität führen würde.“

Die Geschichte vom Hund des Koenigs

 

ya haram

29.03.09// yisrael news (Yedioth Ahronoth) . Insgeheim wurde der ernsthaft erkrankte Hund der königlichen Familie während der Gazaoffensive der Israelis nach Israel ins Beit Dagan Veterinärkrankenhaus gebracht. Aber Israelis Spezialisten konnten den Hund nicht retten. Die Beziehungen zwischen dem Königshaus in Amman und dem Beit Dagan Veterinärkrankenhaus sind seit Jahren außerordentlich gut. Der Hund ist das Lieblingstier von Königin Rania und König Abdullah. Der Hund wurde nach Jordanien zurückgebracht. Das Ärzteteam des Krankenhauses drückten ihr Bedauern darüber aus, dass sie ihn nicht retten konnten. Vom Krankenhaus gab es keinen offiziellen Kommentar.

Protestbrief an die israelische Regierung: Wasserverschmutzung

14.03.09// Ma’an News Agency. Die jordanische Regierung schickte einen Protestbrief an die israelische Regierung wegen der Verschmutzung des Yarmoukflusses, dem größten Zubringer des Jordanflusses. Die Tageszeitung al-Rai berichtet, dass der Minister für Wasser und Bewässerung, Raed Abu Saud, den Protestbrief an die Regierung und an israelische Politiker geschrieben hat. Tausende von Kubikmetern Wasser, die in den König Abdullah Kanal flossen, verschmutzt waren. Das Wasser wird benutzt für Bewässerung und als Trinkwasser.

Wurde von Jordanien aus nach Israel geschossen? 13.01.09// antiwar, reuters. Israelische Truppen wurden an der GRenze zu Jordanien beschossen. Dies sagte eine Armeesprecherin, was Jordanien sofort verneinte. Originalton: „Truppen wurden von der jordanischen Seite der Grenze beschossen. Es ist unklar wer geschossen hat…keiner wurde verletzt.“ Die israelischen Truppen hätten zurückgeschossen. Jordaniens Petra news agency sagte: “ "A military source in the General Command of the Jordanian armed forces denied ... that shots had been fired from the Jordanian side on the Western border, affirming that there is no truth to this information." Israelische Truppen im Golan sollen ebenfalls von der syrischen Seite her beschossen worden sein.

 

Protest regt sich in Jordanien 13.01.09// Latimes.com. Los Angeles Times. Selbst unter der jordanischen Elite wird der Unmut über die Untätigkeit der Regierung größer. Mitglieder der Mittel- und Oberklasse “ mit “Dolce & Gabbana sunglasses”, fordern die Regierung auf einen härten Standpunkt gegenüber Israel einzunehmen.

 

Festnahme von Homosexuellen 04.11.08// (MENASSAT) Die jordanische Zeitung al-Ghad war die einzige, die über die Festnahme von Gay-Prostituierten berichtete, die ihre Dienste an einem Treffpunkt in der Nähe eines Krankenhauses in Westamman anboten. Der Reporter berichtete – er bezog sich auf Sicherheitsquellen - , “dass die Kampagne weitergeführt werde, bis wir jede Spur von Homosexualität in der Gesellschaft ausgelöscht haben.” Das Zitat wurde später auf den Militärgouverneur, Saad Manasir zurückgeführt. Die Zahl der Homosexuellen würde zunehmen und dies wäre ein Phänomen. Die vier festgenommenen würden sich im al-Juwaideh Gefängnis in Amman befinden. Angeblich können sie nicht auf Kaution freigelassen werden und sollen in Haft bleiben, bis sie Garantien geben können, dass sie von jedem homosexuellen Tun ablassen. Keine andere Zeitung traute sich dieses Tabuthema zu erwähnen (wenn auch die Homosexuellen als Kriminelle eingestuft wurden). Dies wurde auch von einigen Analysten kritisiert, dass sie als „Sissies“ bezeichnet wurden und davon gesprochen wurde, dass sie zum „3. Geschlecht“ gehören würden. Der Herausgeber von Jordanian Weekly schrieb, dass die Zeitung fortschrittlicher sein solle, sie bräuchte ja nicht Homosexualität als in Ordnung zu beschreiben, aber sie als „Sissies“ zu bezeichnen wäre nicht korrekt und würde eine schlechte Botschaft vermitteln.

 

Buchmesse in der Kritik 19.07.08// aljazeera.net. Die 12. Internationale Buchmesser eröffnete am Dienstag in Amman. Die arabischen Verleger beschwerten sich weil sie nicht die gleichen Bedingungen bekamen wie ihre jordanischen Kollegen, die für den Quadratmeter Standfläche 50 Dollar zahlten. Die anderen Verleger mussten doppelt so viel zahlen. Die arabischen und jordanischen Verleger kritisierten aber gemeinsam den Zeitpunkt der Buchmesse: Sie findet während der Universitäts- und Schulferien statt.

 

Israel läßt frei, Jordanien verhaftet 19.07.08// aljazeera.net. Der Gefangenenaustausch zwischen Israel und Hizbullah bringt die Akte der vier jordanischen Gefangenen (Sultan Ajluni, Salem und Khalid Abu Ghaliun und Amin Sani´a), die im jordanischen Gefängnis Qafqafa inhaftiert sind auf die Tagesordnung. Israel hatte sie vor einem Jahr freigelassen. Sie haben aus Protest gegen ihre Inhaftierung in Jordanien jetzt einen Hungerstreik begonnen und fordern ihre sofortige Freilassung. Sultan Ajluni sprach per Telefon mit al-Jazeera net: er meinte, dass ihre Verhaftung nicht gerechtfertigt werden könne. „Die jordanische Regierung hat noch nicht mal eine Abmachung mit Israel bezüglich der Freilassung eingehalten.

 

Jordanien will Atomenergie 10.07.08// The Media Line, Amman. Jordanien entschließt sich für die Nuklearoption. Yassar Qatarneh (RCCP) betont Jordaniens Recht einen nuklearen Weg zu beschreiten, außerdem betonte er, dass die steigenden Ölpreise ein weiterer Faktor für eine solche Entscheidung bedeuten würde. Denn Jordanien gehöre zu den rohstoffarmen Ländern. Befragt, warum über eine solche Entscheidung international keinen Wirbel gemacht werde, antwortete der Abgeordnete Tarawneh, dass sie frühzeitig mit der IAEA zusammengearbeitet hätten. Muhammad ElBaradei hätte bei seinem Besuch in Jordanien 2007 seine Zustimmung gegeben. Jordanien, das eine moderate Politik verfolgen würde, würde die Nuklearenergie auch nur für friedliche Zwecke einsetzen.

 

Jordanien verbietet Nakba-Aktivitäten 09.05.08// Jerusalem Post. Die jordanischen Behörden verbieten alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Nakba. Verschiedene palästinensische Gruppierungen und Parteien der Opposition hatten eine Kundgebung geplant. Die Islamische Arbeitsfront kritisierte, weil der israelischen Botschaft in Amman erlaubt wurde den Unabhängigkeitstag zu begehen.

 

Der Gazastreifen hungert, Jordanien liefert an Israel Obst und Gemüse 04.04.08// aljazeera. Net. Die Enthüllung, dass Jordanien während der ganzen Zeit in der der Gazastreifen von der Außenwelt abgeriegelt wurde, Früchte und Gemüse nach Isarel exportierte, hat die Gemüter erregt und Missbilligung im Land hervorgerufen. Jordanische Händler haben allein im Februar 3700 Tonnen Obst und Gemüse exportiert und 922 Tonnen landwirtschaftlicher Produkte ( meist verschiedene Obstsorten) aus Israel importiert. Jordanische Organisation und Händler, die im landwirtschaftlichen Bereichen arbeiten haben die Regierung aufgefordert dies sofort zu unterbinden, auch die landwirtschaftliche Zusammenarbeit mit Israel. Der Präsident des „Komitees Widerstand gegen die Annäherung“ (mit Israel) der Berufsgruppe der Ingenieure, Badi Rifai´a, meinte, dass die Regierung die Verantwortung trage. „Wir lehnen die Zusammenarbeit mit den Zionisten prinzipiell ab.“ Jetzt während der Blockade, in der verhindert wird, dass landwirtschaftliche Produkte aus dem Gazastreifen nach Jordanien kämen, würde Israel diesen Verlust ersetzen in dem es israelische Waren nach Jordanien exportiert. Der Handel mit landwirtschaftlicher Produkte mit Israel jedoch wäre begrenzt. Es gäbe nur zwei jordanische Händler, die Obst (Mango, Trauben) aus Israel importieren würden. Was den Export aus Jordanien beträfe, der wäre ebenfalls gering, trotzdem würden sie auch eine begrenzte Zusammenarbeit ablehnen.

 

Verurteilung von Journalisten 18.03.08// AP. Jordan Press Association. Ein jordanisches Zivilgericht verurteilte fünf Journalisten zu drei Monaten Gefängnis wegen eines Artikels, den das Gericht verleumderisch fand. Die JPA verurteilte das Urteil. In einem Statement sagte sie, dass es eine negative Auswirkung hätte auf die Freiheit der Presse in Jordanien. Das Gericht fand die Herausgeber von ad-Dustur und al-Arab al-Yaum, Saif al-Sharif und Taher al-Odwan und drei ihrer Reporter schuldig die „Ehre des Gerichts verletzt zu haben“. Der 5. Journalist, Abdul Hadi al-Majali, wurde gleichzeitig verurteilt wegen Diffamierung und Verleumdung. Majali hätte einen Offiziellen (des von der Regierung betriebene Jordanien Information Center) verleumdet (in Rai Newspaper). Fayez al-Lawzi von ad-Dustur, sagte gegenüber AP, dass er und sein Kollege von al-Arab al-Yaum verurteilt worden wären wegen eines Artikels, den sie 1990 geschrieben hätten. Darin hätten sie in einem Urteilsspruch des Gerichts den Widerspruch kritisiert. Das Gericht hätte einem Palästinenser die jordanische Staatsbürgerschaft entzogen, das gleiche Gericht hätte dem gleich Mann sie 10 Jahre vorher gewährt.

 

Philippinische Arbeiter dürfen nicht mehr nach Jordanien 25.01.08// aljazeera.net. Manila hat das Arbeiten in Jordanien verboten, weil es zunehmend mehr Berichte gibt über Missbrauch, insbesondere von Philippinas. Rosalinda Baldoz, Administratorin der Philippine Overseas Employment Administration sagte, dass mindesten 150 Hausangestellte, in einem Zentrum für missbrauchte Frauen in Amman, sich beschwert hätten über ihre Chefs. Die Beschwerden: Vergewaltigung, schlechte Behandlung und Einbehalten der Löhne. Die Sperre wäre nur für neu angeworbene Arbeiter, nicht für die die im Land bleiben wollen. In Jordanien arbeiten 16200 philippinische Arbeiter und Arbeiterinnen.

 

29.09.07// AP Die erste Ladung mit mit irakischem Rohöl ist gestern, seit vier Jahren Unterbrechung der Öllieferungen, in Jordanien angekommen. Der Sprecher des Energie Ministeriums, Maher al-Shawabkeh, sagte, dass acht Tankwagen mit Rohöl an der irakischen-jordanischen Grenze angekommen seien. Insgesamt werden 166 Tankwagen erwartet. Die Öllieferung ist Teil eines Abkommens zwischen Jordanien und dem Irak, das der jordanische Ministerpräsident Marouf al-Bakhit im August 2006 in Bagdad unterzeichnet hat. Das Rohöl kommt von den Feldern von Krikuk und wird in der Raffinierie von Zarqa, 27 Kilometer von Amman, raffiniert. Angeblich soll der Ölpreis 4$ unter dem Marktpreis liegen. Das Öl wird bis zur Karamehgrenze gebracht. Dort übernehmen jordanische Fahrer.

05.08.07// AFP. Letzten Monat billigte Jordanien Konvention zur Elimination of All Forms of Discrimination against Women (CEDAW). Einer der führenden Rechtsgelehrten der Islamischen Aktionsfront (IAF), Zeid al-Kilani, sagte in einer Stellungnahme: „Dies ist eine der gefährlichsten Konventionen, die die Rechte der Bürger gefährdet und auch die Identität und Werte unserer Nation.“ Sie würde, wie auch ähnliche Bemühungen der USA und der Zionisten, die Menschen von der Religion abhalten. Die UN-Konvention von 1979 bildet die Grundlage für die Gleichheit zwischen Mann und Frau, bietet der Frau die Grundlage und den Zugang zum politischen und öffentlichen Leben, wie das Recht zu wählen und gewählt zu werden. Kilani stellt aber auch mit Befriedigung fest, daß bei der Billigung gleichzeitig Zurückhaltung bezüglich des jordanischen Personenstandsgetzes, Gesetzes der Staatsbürgerschaft und Bewegungsfreiheit der Frauen, geübt wird. Gleichzeitig kritisierte er, daß diese Zurückhaltung nicht geübt wird, wenn es um die gleichen Rechte geht bezüglich der Kinder (Sorgerecht). Frauenrechts- und Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Entscheidung.

20.07.07// Palästina-Portal. Eine Meldung einer Leserin: „Vielleicht interessiert Sie dieses Detail: gemeinsam mit arabischen Freunden suchte ich in der vergangenen Woche in einer internationalen Buchhandlung in Amman/Jordanien nach dem Buch "The Ethnic Cleansing of Palestine" von Ilan Pappé (2006, One World, Oxford). Laut Computer des Prime Store waren drei Exemplare vorrätig. Doch in den Regalen fanden wir nichts. Mitarbeiter des Geschäfts erklärten uns schließlich, die Bücher seien bei der Ankunft in Jordanien von der Zensur beschlagnahmt worden. Ob und wann die Bücher freigegeben würden, sei offen. Beste Grüsse

17.05.07// AngryArab. „Die jordanische Botschaft in Israel übersetzte die Arabische Friedensinitiative ins Hebräische und schickte Kopien und einen Brief an alle Mitglieder der Knesset. Die weise jordanische Regierung hat herausgefunden, daß die israelische Regierung die Friedensinitiative nicht wahrnimmt, weil sie nicht ins Hebräische übersetzt wurde. Was würde die Arabische Welt tun, ohne die Genies der jordanischen Diplomatie?“

30.04.07// Das Komitee zum Schutze von Journalisten forderte die Behörden in Amman auf, das Verbot gegen eine unabhängige Zeitung aufzuheben. Fahd al-Rimawi, Herausgeber der Wochenzeitung al-Majd, sagte gegenüber dem Komitee, daß die Polizei das Drucken der Zeitung verhindert hätte, weil auf der Frontseite ein Geheimplan enthüllt wurde, um Haus aus der Regierung zu drängen. Wenn der Artikel nicht entfernt würde, so die Sicherheitskräfte, würde die Ausgabe vom 30.4. verboten. Der Geheimplan, für 16 Seiten konzipiert, ist von den USA und „unbenannten“ arabischen Kräften, initiiert. Der Artikel der genaue Schritte aufzeichnet, wie Präsident Abbas gegen Hamas vorgehen soll, wird heute auf die website von al-Majd gestellt.

21.04.07// aljazeera.net. Vehement gab der Königlich-Jordanische Diwan bekannt, daß die König Abdullah II zugeschriebenen Erklärungen, die die israelischen Zeitungen nach seinem Treffen mit der Knessetpräsidentin Dalia Yitzik veröffentlichten, vollkommen unrichtig sind. In Englisch hatte er gegen das Rückkehrrecht der Palästinenser Stellung genommen. „In der Tat, er gibt niemals ein Interview in Englisch, das nicht später in Arabisch verneint wird…Ich glaube seinen Interviews in Englischer Sprache, nicht den Arabischen (AngryArab, A.Abu Khalil).

März 2007

06.03.07// USAtoday. Die USA rüstet Jordanien auf. Jordanien kauft Anti-Raketen-Technologie für ihre F-16 Maschinen, die USA bildet die Crew und das Bodenpersonal aus. Über die Kosten ist bisher nichts bekannt geworden. König Abdullah denkt an „die Zukunft seines Landes durch eine strategische Beziehung und Bindung an die USA.“ Jordanien „unterstützt inoffiziell und gewährt logistische Unterstützung“ für das US-Militär“, so der Congressional Research Service. Jordanien bildet auch irakische Polizisten aus.

Februar 2007

06.02.07// JW. Hunderttausende Iraker sind vor der Gewalt in ihrer Heimat in das benachbarte Jordanien geflohen. Doch seit Neuestem bleiben hier die Grenzen für irakische Flüchtlinge geschlossen. Zehntausende wurden bereits abgewiesen. Jordanien und Syrien sind die einzigen Länder, die irakische Flüchtlinge aufnehmen. Der Westen hat seine Grenzen für sie schon lange geschlossen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) fliehen mittlerweile jeden Monat 100000 Iraker. Schätzungsweise 700000 Iraker leben zurzeit in Jordanien und 600000 in Syrien. (in Syrien werden sie viel höher geschätzt. Gesamtsyrien: 2 Millionen, inamo red.) Die Grenzen nach Jordanien wurden kurz nach der Exekution Saddam Husseins am 30. Dezember geschlossen. Viele Iraker vermuten, daß die irakische Regierung dies angeordnet hat. Schon seit einigen Monaten gehen jordanische Behörden strikter vor. »Seit Premierminister Nuri Al Maliki im letzten Jahr Jordanien besuchte, ist die Hälfte der irakischen Flüchtlinge an der jordanischen Grenze zurückgewiesen worden«, erzählt ein Lebensmittelhändler, der seine Waren in Jordanien kauft. »Nach dem Besuch des irakischen Innenministers Jawad Bolani Ende des letzten Jahres, wurden praktisch 95 Prozent der Iraker zurückgeschickt.« Die Immobiliengeschäfte florieren zwar, aber die Preise für Wohnraum sind so stark gestiegen, daß sich die meisten Jordanier keine Wohnung in den zentralen Vierteln der Hauptstadt Amman mehr leisten können. In Gegenden wie Gardens, Shmaissani und im Westen von Amman haben die Preise um 200 Prozent angezogen. Auch die Kosten für Nahrungsmittel und Basisdienstleistungen schnellten in die Höhe.

November 2006

24.11.06// alsharq.blogspot.com Die größte Partei Jordaniens, die Islamische Aktionsfront, ruft anläßlich des für den kommenden Mittwoch geplanten Besuchs von US-Präsident George W Bush in Amman zu friedlichen Protesten auf. Bush soll am 29. und 30. November zu Gesprächen mit dem jordanischen König Abdullah II sowie dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zusammentreffen. Abdullah II wurde in Großbritannien und den USA ausgebildet und ist einer der engsten Verbündeten der Vereinigten Staaten im Nahen Osten. Die Islamische Aktionsfront gilt als parlamentarischer Arm der Muslimbrüder in Jordanien. Im Parlament ist die Bewegung als einzige Partei mit 20 Abgeordneten vertreten. Die übrigen 64 Mandate werden von unabhängigen Parlamentariern gehalten. Vize-Generalsekretär Rahil Gharaybe erklärt auf der Internetseite zum Bush-Besuch:"Wir lehnen diesen Besuch ab und heißen ihn nicht willkommen. Er hat die Region in Blut getränkt, einen starken arabischen Staat zerstört und einen Bürgerkrieg angestachelt." Aus diesem Grund rief Gharaybe "alle Kräfte des jordanischen Volkes auf, den Besuch zu verurteilen und sich ihm mit allen friedlichen Mitteln zu widersetzen." Das US-Veto gegen eine Verurteilung Israels für den tödlichen Angriff auf Beit Hanoun, bei dem 19 Menschen starben, zeige eines deutlich, so der Politiker: "Bush ist kein Freund der Araber und der Muslime."

Oktober 2006

04.10.06// AFP Jordanien hat seinen Botschafter in Qatar nach bestellt. Ein hoher Beamter sagte gegenüber AFP, daß dies nicht nur mit der Entscheidung Qatars zusammenhänge, Südkoreas Kandidat Ban Ki-Moon für das Amt des GEneralsekretrs der UNO zu unterstützten. Es hätte eine Reihe von Ereignissen gegeben. Qatar hätte es für Jordanier, die in diesem Land leben schwierig gemacht, mit den Aufenthaltsgenehmigungen, Visas und es würde öfter gegen arabische Entscheidungen agieren. Jordanien würde Qatar auf diplomatischem Weg abstrafen, so der Beamter, der nicht wollte, daß man seinen Namen bekannt macht. Der Sprecher der Regierung, Nasser Jawdeh, meinte, daß Qatar sich geweigert hätte, eine arabische Entscheidung zu unterstützten. (Im Klartext, Jordanien hatte einen eigenen Kandidaten für das Amt des Generalsekretärs der UNO vorgeschlagen. Qatar hatte aber den südkoreanischen Kandidaten unterstützt.)

03.10.06 LA Times: Borzou Daragahi schreibt, daß Abdullah II von Jordanien, der sich eng mit den USA zusammengeschlossen hat, sowohl von Reformern als auch von Traditionalisten in Jordanien angegriffen wird, daß er sich seinen Bürgern entfremdet. Der Artikel heißt: "Jordaniens König riskiert das Schicksal des Schahs, warnen Kritiker". Es gibt einige Parallelen zwischen der Herrschaft des Schahs und der Abdullahs. Wie beim Schah der SAVAK Geheimdienst so würde auch der Allgemeine Sicherheitsdienst in Jordanien, der jetzt in einem neuen „hilltop complex“ in einem Vorort von Amman sitzt, als eine „Subdivision“ des CIA operieren, sagt Alexis Debat, ein ehemaliger französischer Offizieller des Verteidigungsministeriums. Die sei zwar eine extreme Äußerung, so Daragahi, aber es bestehe kein Zweifel, daß ein zu enges Zusammengehen mit den USA sich irgendwann auf die Legitimität des Regimes auswirken würde.

Juni 2006

17.06.06// Vier Abgeordnete des jordanischen Parlaments werden inhaftiert, weil sie der Familie von Abu Musab az-Zarqawi das Beileid aussprachen. Sarah Lea Whitson von Human Rights Watch: „Das Beileid aussprechen, selbst wenn es sich um einen Mörder handelt, ist kein Verbrechen.“

Februar 2006

09.02.06// Eine neue moderate islamistische Zeitung (The Weekly Fact International) wird in Amman vorgestellt. Chefredakteur ist Hilmi al-Asmar, der den jordanischen Muslimbrüdern nahesteht, sagte gegenüber AP, daß er gegen die Ideologie des Takfir sei und eine Kultur kritischer Gedanken fördern wolle.