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Abdel Bary Atwan in der elektr. Zeitschrift Rai al Youm vom 04.11.2017 http://www.raialyoum.com/?p=772874

Hariris Rücktritt ist im Rahmen eines saudisch-amerikanischen Planes für die Hisbollah zu sehen und nicht aus „Furcht vor seiner Ermordung“, oder weil sein Leben in Gefahr wäre. Er bewegte sich ganz normal in Beirut, von einer Bedrohung liegt nichts vor. In aller Eile wurde Hariri nach Riad gerufen und deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass ihm dieser „Rücktritt“ diktiert wurde, wie ebenfalls der Text seiner gewalttätigen Rede gegen Hassan Nasrallah auf Al-Arabiya. Sowohl Israel als auch Saudi-Arabien sehen sich von Hisbollah bedroht. Saudi Arabien hat schwere Verluste durch den Beschuss aus Jemen erlitten und macht dafür die Hisbollah verantwortlich.  Nach unseren Informationsquellen schmiedet derzeit das Königreich in Koordination mit Präsident Trump ein arabisches Bündnis, ähnlich wie im Krieg gegen Jemen, für einen Angriff auf die Hisbollah, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass Israel das Rückgrat dieser Allianz ist, ohne namentlich genannt zu werden. Auch schließen unsere Informationsquellen nicht aus, dass im Falle eines „grünen Lichts“ durch die USA eine Eskalation gegen die Hisbollah im Libanon mit einer weiteren militärischen Eskalation gegen Katar und die Türkei zusammenfallen oder eskalieren könnte.

Wir glauben nicht, dass Hariri nach Beirut zurückkehren wird, außer auf dem Rücken eines saudischen Panzers, wenn es mit diesem Plan gelingen sollte, die Hisbollah zu zerstören und den Iran zu zerstören.